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DESCRIPTION:Linksradikale Gruppen und Organisationen betrachten sich selbst
  häufig als Pionier*innen zu einer Gesellschaft\, die den Kapitalismus ü
 berwunden hat. Wenn es jedoch um eine Kritik an den Geschlechterverhältni
 ssen geht oder darum\, die eigene geschlechtsspezifische Sozialisation zu 
 hinterfragen\, scheinen zahlreiche Genossen überfordert. Mit Vero Kracher
 \nLinksradikale Gruppen und Organisationen betrachten sich selbst häufig 
 als Pionier*innen zu einer Gesellschaft\, die den Kapitalismus überwunden
  hat. Wenn es jedoch um eine Kritik an den Geschlechterverhältnissen geht
  oder darum\, die eigene geschlechtsspezifische Sozialisation zu hinterfra
 gen\, scheinen zahlreiche Genossen überfordert. Cisgeschlechtlichen Männ
 ern in der radikalen Linken scheitern regelmäßig daran\, ihre eigene aff
 ekthafte Abwehr weiblich konnotierter Aspekte und Aufgaben\, zu reflektier
 en. Aus einem Unwillen\, sich grundlegend mit der eigenen Reproduktion von
  Sexismus\, Weiblichkeitsabwehr oder übergriffigem Verhalten zu befassen\
 , verschieben cis Männer die Verantwortung für profeministische Selbstkr
 itik entweder auf ihre Genossinnen\, verweigern diese grundsätzlich\, ode
 r besuchen gönnerhaft einen Workshop zu “kritischer Männlichkeit” um
  sich anschließend gegen jede feministische Kritik gefeit zu sehen. FLINT
 A aus der Linken\, vor allem wenn sie eine gewisse öffentliche Sichtbarke
 it haben\, müssen hingegen als Projektionsfläche für gleichzeitig (tran
 s)misogyne Abwertung und Strafbedürfnisse herhalten\, oder an sie wird ei
 ne projektiv aufgeladene Anspruchshaltung als vermeintliche Stellvertreter
 *in für queere und feministische Kämpfe herangetragen – bei Nichterfü
 llung erfolgt Sanktion. Kurz: Immer wieder müssen also feministische Käm
 pfe nicht nur gegen die herrschenden Verhältnisse\, sondern auch gegen Wi
 derstand aus den eigenen Reihen geführt werden.\n\nIn diesem Vortrag anal
 ysiert die Autorin Veronika Kracher die historische und ideengeschichtlich
 e Entwicklung von feministischen Kämpfen innerhalb der radikalen Linken 
 – gerade gegen Genossen aus den eigenen Reihen\, spricht darüber wie si
 ch feministische Kritik und Praxis in den letzten 50 Jahren entwickelt und
  verändert hat\, und versucht auch anhand eigener Erfahrungen\, die Wider
 sprüchlichkeiten derselben zu diskutieren.
LOCATION:Nordpol
SUMMARY:VERSCHOBEN auf FEBRUAR / Antifa Café: It's not just boys' fun - Zu
 m Geschlechterverhältnis in der radikalen Linken
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