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DESCRIPTION:Neue Perspektive auf die Bedeutung des Völkerstrafrechts\nDer 
 Begriff »Völkermord« spaltet. Dass ein Akteur einen Genozid begehe\, is
 t der denkbar schwerste Vorwurf – entsprechend vehement fallen die Abweh
 rversuche aus. Wie ein Kainsmal kann das Verdikt über Generationen an Tä
 tern und Täterstaaten haften. Umso wichtiger ist es\, aktuelle Erweiterun
 gen des Konzepts genau und skeptisch zu verfolgen. Was in entsprechenden D
 ebatten oft in den Hintergrund gerät: Zuallererst geht es bei Völkermord
  um Mord\, um Massenmord\, begangen an einer bestimmten Bevölkerungsgrupp
 e. Andere Handlungen\, die nach der Völkermordkonvention ebenfalls unter 
 den Tatbestand fallen\, sich aber nicht auf die unmittelbare physische Ver
 nichtung beziehen\, sollten nur ergänzend hinzugezogen werden. Parolen wi
 e »Nie wieder« oder »Nie wieder ist jetzt«polarisieren. Was einige fü
 r legitime Emphase halten\,\nkann zulasten der begrifflichen Klarheit gehe
 n. Eine Alles- oder-nichts-Haltung\, die in ihrer Fokussierung auf den Vö
 lkermord-Vorwurf andere schwere Verstöße gegen das Völkerrecht\, wie Kr
 iegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit\, zu Nebensächlich
 keiten erklärt\, muss kritisch hinterfragt werden. Dazu gibt der Essay vo
 n Gerd Hankel eine Hilfestellung.
LOCATION:Fritz Bauer Forum
SUMMARY:Gerd Hankel | Völkermord. Überlegungen zu einem umkämpften Begri
 ff
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