Tag der Solidarität 2026: Erinnern an Mehmet Kubaşık und alle Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt!
Seit mehr als 20 Jahren kämpfen die Überlebenden und Angehörigen der NSU-Opfer für Aufklärung und Gerechtigkeit. Sie kämpfen dafür, dass endlich alle Akten veröffentlicht und das ganze Netzwerk des NSU, das die Morde ermöglichte, vollständig aufgedeckt wird.

Mehmet Kubaşık wurde vor 20 Jahren, am 4. April 2006, von Mitgliedern des rassistischen und rechtsterroristischen NSU in seinem Kiosk in der Mallinckrodtstraße 190 in der Dortmunder Nordstadt ermordet. Er fehlt! Gamze Kubaşık erinnert sich an ihren Vater als einen "liebevollen und ehrlichen Menschen". Mehmet Kubaşık war bei vielen Menschen in der Nachbarschaft und im Stadtteil sehr beliebt. Nicht nur bei den Kindern, die in den Kiosk kamen, den er im Jahr 2004 eröffnet hatte und denen er oft mehr Süßigkeiten in die gemischte Tüte packte, als sie bezahlt hatten.
Gemeinsam und mit vielen Perspektiven setzen wir den autoritär und ausgrenzend geführten gesellschaftlichen Diskursen sowie der alltäglichen und strukturellen Diskriminierung unsere Kämpfe, unsere Praxis und unsere Visionen einer solidarischen Gesellschaft der Vielen entgegen.
Dafür kommen wir am 4. April 2026 zusammen: um gemeinsam an Mehmet Kubaşık zu erinnern und an all die anderen Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt - und um aus unserer Solidarität Kraft zu schöpfen. Wir hoffen, viele von Euch zu sehen!