Die gesundheitlichen Folgen des Ökozids und globalen Klimawandels – Was tun?
Ein Vortrag von Peter Emorinken-Donatus über die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels
BESCHREIBUNG:
In einer Resolution mit überwätiger Mehrheit (nur 7 Enthaltungen) stufte die UN-Vollversammlung am 28. Juli 2022 das Recht auf eine saubere Umwelt als eigenständiges Menschenrecht ein. Das ist in der Tat ein Meilenstein aber auch historisch-revolutionär. Doch die Resolution ist rechtlich nicht bindend. Wie können die völkerrechtlichen Verpflichtungen dieser Resolution völkerrechtlich umgesetzt bzw. durchgesetzt werden?
In seinem Vortrag beleuchtet der Referent Mittels holistischer Ansätze die Definition und Formen des Ökozids sowie die mehrfachen globalen Ungerechtigkeiten - insbesondere die Gesundheitsfolgen - im Zusammenhang mit Ökoziden, Klimawandel, Kolonialität der Macht Kapitalismus und imperialen Lebensweisen.
Anschließend diskutiert er mit den Teilnehmenden über dekoloniale und rassismuskritischen Lösungsansätze.
KURZBIO:
PETER EMORINKEN-DONATUS ist u. a. freier Journalist, Bildungsreferent und langjähriger Umwelt- und Menschenrechtsaktivist. Der Preisträger des taz-Panter-Preises 2022 wurde in Nigeria geboren. Als erklärter Gegner des Shell-Konzerns ist er eine der bekanntesten Stimmen aus dem Globalen Süden für Umwelt- und Klimagerechtigkeit in Deutschland, wo er seit über 30 Jahren lebt. Emorinken-Donatus ist Initiator, Mitbegründer und Sprecher der Bewegung „Bündnis Ökozidgesetz“, die sich mit dem Ziel der Kriminalisierung des Ökozids gegründet hat. Zusammen mit einigen in Deutschland lebenden Expert*innen aus dem Globalen Süden gründete er einen BIPoC-Think-Tank: „Care & Repair – Decolonial Think-Tank For Environmental Justice“.
Seit dem 1. Juni 2024 sitzt Emorinken-Donatus im Aufsichtsrat von Greenpeace Deutschland und ist auch Mitglied des Stiftungsrats der Bewegungsstiftung.
Bereits 1997 erhielt er einen Preis vom Business Crime Control für seine Zivilcourage und seinen Einsatz gegen Wirtschaftskriminalität.
Aktuell forscht er weiter über das Thema Flucht und Vertreibung in Zusammenhang mit Umwelt, Ökoziden und der Klimakatastrophe.
Zudem engagiert er für die Renaturierung des ökologisch verwüsteten Niger-Delta, wie das Projekt "500.000 Bäume bis 2030" der indigenen Organisation "EmeReCulture".